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05 Mär 2014

Kaiserschnitt? Bitte nur im Notfall!

Gleich vorab: Würde sich die Kaiserschnittrate senken, wäre den Hebammen in Deutschland sehr geholfen. Denn der Beruf der Geburtshelferinnen droht auszusterben. Nicht nur, dass sie ab 2015 nicht mehr haftpflichtversichert werden, der Anteil der Kaiserschnittgeburten hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen - seit 1991 hat er sich von 15 auf 30 Prozent verdoppelt. Dabei handelt es sich ursprünglich nur um eine Notlösung, falls das Leben von Mutter und Kind bei einer Entbindung in Gefahr ist.

Doch die Frauen sind bequem geworden. Sie wollen sich der Geburtsarbeit und den damit verbundenen Schmerzen nicht aussetzen. Viele finden es mitunter sogar cool, wenn das Baby an einem Wunschtag wie dem 14.4.2014 zur Welt kommt. Neulich las ich ein Interview mit einer Hebamme, die die Haltung der Leute so beschrieb: "Warum auf einen Berg hinaufsteigen, wenn man doch mit der Gondel fahren kann?!" Dabei sind sich die wenigsten Frauen im Klaren darüber, welche Gefahren ein Kaiserschnitt mit sich bringt. Außerdem macht er die Arbeit der Hebammen überflüssig, denn nur ein Arzt darf einen Kaiserschnitt durchführen. Eine natürliche Entbindung hingegen darf ein Arzt nicht allein durchführen, es muss immer eine Hebamme anwesend sein.

Nachteile Kaiserschnitt

  • die Mutter ist die Tage nach der OP "ausgeschaltet"
  • OP-Narbe verheilt langsamer als natürliche Geburtsverletzungen wie Dammriss
  • später drohen Gebärmuttersenkung sowie Inkontinenz
  • Bindung zwischen Mutter und Kind kann negativ beeinflusst werden, da bestimmte Hormone nicht ausgeschüttet werden
  • Neugeborene haben 80prozentig höheres Risiko für Diabetis, das Astmarisiko ist erhöht sowie die Sterblichkeit

Was passiert beim Kaiserschnitt?

Bei einem Kaiserschnitt wird der Fetus operativ aus der Gebärmutter entfernt. Dazu wird an der Schamhaargrenze ein Unterbauch-Querschnitt vorgenommen. Dies kann unter Teilnarkose also unter einer PDA geschehen oder unter Vollnarkose, je nachdem wie schnell die OP durchgeführt werden muss und wie belastbar die Mutter ist. Aber im Prinzip sollte ein Kaiserschnitt nur im Notfall durchgeführt werden. Weil Krankenhäuser aber an einer Sectio nun einmal mehr verdienen als an einer natürlichen Entbindung, wird diese Art der Entbindung den Müttern gern angeboten.

Rettet die Hebammen

Werdende Mütter, die sich aus Angst vor Schmerzen oder Bequemlichkeit für einen Kaiserschnitt entscheiden, sollten sich folgende Fragen stellen: Wer wird künftig für die Schwangerschaftsvorsorge zuständig sein? Wer gibt Hilfestellung bei Schwangerschaftsproblemen? Wer übernimmt die Nachsorge während des Wochenbetts? Und wer steht einem mit Rat und Hilfe zur Seite, wenn es Probleme mit dem Baby gibt? Die Ärzte sind es nicht. Also liebe Frauen, vertraut auf euch. Die Natur hat euch alles mitgegeben, um eine natürliche Entbindung durchzustehen. Dieses einmalige Erlebnis solltet ihr nicht durch einen Kaiserschnitt zunichte machen. Das rettet am Ende auch die Hebammen!

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